Im Schreiben über den Tod hinaus verbunden: Das Brieftagebuch der Malvina Schnorr von Carolsfeld, gerichtet an ihren verstorbenen Gatten Ludwig

Autor/innen

  • Rahel Bacher

DOI:

https://doi.org/10.15463/gfbm-mib-2024-418

Abstract

Der Aufsatz berichtet über ein bisher der Forschung unbekanntes Brieftagebuch der Malvina Schnorr von Carolsfeld, geb. Garrigues (1825–1904), gerichtet an ihren verstorbenen Gatten Ludwig (1836–1865). Das Ehepaar hatte im Juni 1865 in München in der Uraufführung von Richard Wagners Werk Tristan und Isolde mit großem Erfolg die Hauptrollen gesungen, kurz darauf starb Ludwig Schnorr von Carolsfeld im Alter von nur 29 Jahren. Mit der Niederschrift des Brieftagebuchs, das den Zeitraum September 1867 bis April 1868 umspannt, schuf Malvina Schnorr von Carolsfeld ein äußerst individuelles und außergewöhnliches Dokument. Sowohl als historische und kulturgeschichtliche Quelle als auch als literarisches Werk ist es für die Forschung äußerst wertvoll: Zum einen ermöglicht es neue Erkenntnisse für die Forschung zum Umkreis Richard Wagners und zu Malvina Schnorr von Carolsfeld als historische Persönlichkeit. Zum anderen stellt es ein sehr kreativ gestaltetes Zeugnis weiblicher Autorschaft im letzten Drittels des 19. Jahrhunderts dar, das Einblick in das Erleben der Verfasserin bietet.

Downloads

Rubrik

Artikel
Seite(n)
95-118