Lust oder Last? Lasso, München und die Tradition des deutschen Liedes

Autor/innen

  • Nicole Schwindt

DOI:

https://doi.org/10.15463/gfbm-mib-2024-413

Abstract

Lasso gilt als Erneuerer des deutschen Renaissanceliedes, wie er es in der Tradition des Münchner Hofes kennengelernt hatte. Der Beitrag versucht, Lassos lediglich beschränktes Wissen von dieser Tradition zu verdeutlichen. So kannte er wahrscheinlich allein Georg Forsters Anthologien von 1539, 1540 und 1549 und damit nur vierstimmige Lieder. Seine Kenntnis älterer Lieder lässt er nur selten und unterschwellig, aber wohl absichtlich in seine eigenen Liedkompositionen einfließen. Die frühe Publikationsgeschichte der Lieder im Zusammenhang mit dem Drucker Adam Berg und Lassos eigene Aussagen in Vorworten illustrieren sein nur mäßiges Interesse an der Gattung, das im Gegensatz zur Bedeutung steht, die sein jüngerer Kollege Ivo de Vento dieser zumaß.

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13-40